Projekt
Neubau Landesteg Mammern 2012
Direktauftrag 2009
Bauherrschaft: Politische Gemeinde Mammern
Bauleitung / Bauingenieur: BHAteam, Frauenfeld, Tobias Rapp
Untersee Für die Seegemeinde Mammern ist die Uferanlage an der Mündung des Dorfbaches ein Ort von besonderer Bedeutung. Auf der direkt an den historischen Schlosspark angrenzenden, weit in den See ausgreifenden Schiffsanlegestelle wird der Panoramablick über das ausgedehnte Unterseebecken zum eindrücklichen Landschaftserlebnis. Der Landesteg ist gleichzeitig wichtiger öffentlicher Aussenraum für die einheimische Bevölkerung und Visitenkarte des Dorfes für die auf dem Seeweg ankommenden Gäste. Einer sorgfältigen Neugestaltung des Areals ist grosse Beachtung beizumessen.
Umbau Zwangsmassnahmengericht Frauenfeld 2011
Bauherrschaft: Hochbauamt des Kantons Thurgau
Mitarbeit: Andreas Beerli
Bauleitung: Roland Grandits, Frauenfeld
Fotos: Jürg Zimmermann, Zürich
Haus Daheim Die Liegenschaft wurde im Jahre 1888 als Wohnhaus mit Ärztepraxis erbaut und ist im Hinweisinventar der Denkmalpflege als wertvoll eingestuft. Die Aufgabenstellung verlangte die Einbindung des mit der Revision der Strafprozessordnung neugeschaffenen Zwangsmassnahmengerichtes in die historische Bausubstanz. Das Raumprogramm beinhaltete neben Richterbüros und Nebenräumen einen Sicherheitsbereich mit Verhandlungsraum und Einstellzimmern für Beschuldigte. Die dafür notwendigen technischen Installationen wurden dabei umsichtig geplant und eingebaut, die Oberflächen denkmalpflegerisch aufgefrischt. Die architektonische Stimmung der Innenräume konnte für die neue Nutzung der Liegenschaft gewahrt werden.
Neubau Sporthalle Universität St. Gallen 2011
Bauherrschaft: Hochbauamt des Kantons St. Gallen
Mitarbeit: Andrea Waeger, Miriam Abadir
Fotos: Beat Bühler, Zürich
Gebaute Landschaft Das Bauwerk reagiert als teilversenktes Bauvolumen auf das Spannungsfeld des Ortes und bindet sich nahtlos in die Hügelkuppe des Ölbergs ein. Drei sich unterschiedlich überlagernde Plateaus spielen mit dem Geländeverlauf und verbinden sich untrennbar mit der Sportplatzebene als viertem Plateau. Die Trakte Eingangsbereich, Sporthalle und Infrastrukturbereich gliedern das Gebäude in Grundriss und Schnitt als offene, ineinandergreifende Raumschichten. Der Eindruck der „inneren Transparenz“ wird betont durch die archaische Tragstruktur, welche sämtliche Trakte überlagert. Die unterschiedlichen Raumproportionen werden beim Durchschreiten als spannungsvolle räumliche Sequenz wahrgenommen. Die vielschichtigen innenräumlichen Sichtbeziehungen setzen sich über die Fensterbänder und die Foyerverglasung bis in den Aussenraum fort.
Umbau & Erweiterung BBZ Arenenberg 2011
Bauherrschaft: Hochbauamt des Kantons Thurgau
Mitarbeit: Christoph Kuster, Gerry Schwyter, Ivica Kesic, Claudia Bitzer, Suppat Vongruttana
Bauleitung: Roland Grandits, Frauenfeld
Fotos: Jürg Zimmermann, Zürich
Studienauftrag nach Einladung 2005, 1. Preis / Planung 2007-2008 / Ausführung 2009-2011
Seminarhotel und Internat Ursprung für die baulichen Anpassungen am Hauptgebäude bildet die Neuausrichtung des Landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrums des Kantons Thurgau. Die Transformation der im Laufe ihrer 200 jährigen Geschichte mehrfach umgebauten Bausubstanz basiert auf drei primären Entwurfsabsichten: Klärung der Beziehung zwischen Gebäude und Kontext - Öffnung des Gebäudes zum See hin - Bereinigung der verunklärten inneren Raumstruktur. Mit dem Rückbau der Verbindungspasserelle zum Schulhaus wird das historische Aussenraumgefüge und die ursprüngliche Bedeutung des Hauptgebäudes innerhalb der Gesamtanlage wieder lesbar. Die Filgranverglasungen des Speisesaals und der neuen Dachgauben, zusätzliche Fenster in den bestehenden Fassaden sowie der neue Haupteingang im Westhof führen zur Wiederherstellung der ursprünglichen Gebäudeorientierung hin zu Park und Untersee.
Erweiterung Napoleonmuseum Thurgau Arenenberg 2011
Mitarbeit: Christoph Kuster, Gerry Schwyter, Ivica Kesic
Bauleitung: Roland Grandits, Frauenfeld
Fotos: Jürg Zimmermann, Zürich
Einrichtung Museumsshop: Steiner Sarnen Schweiz
Kaiserbad Die ursprüngliche Planung sah im Erdgeschoss des historischen Prinzenflügels neben dem neuen Museumeingang einen Raum für temporäre Ausstellungen vor. Der unerwartete Fund der gut erhaltenen kaiserlichen Badeanlage während der Bauarbeiten bedingte eine spontane Anpassung der Raumeinteilung. Neben dem Museumsshop wurde ein multifunktionaler Besucherinformationsraum eingerichtet, welcher für Filmvorführungen, Vorträge oder Konzerte genutzt wird. Das für seine Entstehungszeit um 1837 technologisch hochentwickelte Kaiserbad mit dazugehöriger Warmwasseraufbereitungsanlage wurde in enger Zusammenarbeit mit Archäologin und Denkmalpfleger restauriert und ist heute den Museumsbesuchern zugänglich.
Umbau Einfamilienhaus am Zürichsee 2009
Bauherrschaft: Privat
Mitarbeit: Andrea Waeger, Kathrin Oberholzer, Claudia Bitzer, Ramona Orsingher, Suppat Vongruttana
Transformation Der nahezu quadratische Grundriss des bestehenden Hauses wird um eine L-förmige Raumschicht erweitert, welche sich gegen Westen der gesetzlichen Strassenabstandslinie einschreibt. Im Sinne der jungen Familie, welche das Haus übernimmt, wird die bestehende Gebäudestruktur angepasst und in einen offenen Grundriss transformiert. Das Verschleifen von alten und neuen Räumen verleiht dem umgebauten Haus unter Einhaltung der strengen Quartiergestaltungsvorschriften eine eigenständige architektonische Identität.
Provisorisches Seminargebäude Uni St. Gallen 2007
Bauherrschaft: Hochbauamt des Kantons St. Gallen
Mitarbeit: Andrea Waeger, Miriam Abadir
Fotos: Beat Bühler, Zürich
Glasblöcke Die gestalterische Idee für den Einbau von provisorischen Auditorien und Seminarräumen in der Rohbaustruktur der Sporthalle knüpft nahtlos an deren Entwurfskonzept an. Oberste Zielsetzung ist es, für die Übergangszeit von drei bis vier Jahren, trotz limitierter finanzieller Mittel eine architektonisch qualitätsvolle Infrastruktur bereitzustellen, welche dem universitären Lehrbetrieb gerecht wird. Eine klare räumliche Organisation soll den rund 1200 Studenten trotz der hohen Dichte an provisorischen Einbauten jederzeit eine problemlose Orientierung im Gebäude garantieren. Das erforderliche Raumprogramm bedingt eine maximale Ausnützung des Rohbauvolumens. Grundlage für die doppelgeschossige Ausnützung der lichten Hallenhöhe von 7.40m bilden drei verglaste Raumblöcke, welche freistehend auf dem Hallenboden nebeneinander gesetzt werden.
Neubau Einfamilienhaus Milone Rothenhausen 2005
Direktauftrag
Direktauftrag
Bauherrschaft: Daniela + Tindaro Milone, Rothenhausen
Mitarbeit: Miriam Abadir, Andrea Waeger, Kristina Knapp
Landhaus Die äussere Gestalt des kleinen Wohnhauses entwickelt sich aus der sanften Hanglage des Grundstücks sowie aus den Traufhöhen der Nachbarhäuser. In der inneren Querschnittorganisation wird die asymmetrische Hausform konsequent und räumlich differenziert umgesetzt. Durch die präzise Setzung der Öffnungen werden die Innenräume mit dem Garten und der nahen Kulturlandschaft des Thurtals in Beziehung gesetzt. Trotz beschränktem Budget entsteht eine hohe Wohnqualität.
Sanierung & Umbau Casa Molino Riva San Vitale 2005
Bauherrschaft: Erbengemeinschaft Dr. A. & J. Baer, Kreuzlingen
Bauleitung: Kurt Meier, Lamone
Mitarbeit: Andrea Waeger, Miriam Abadir, Kristina Knapp
Gartenhaus Die Gesamtsanierung des direkt am Ufer des Luganersees gelegenen Ferienhauses bildet den Anlass zur Klärung der bestehenden Situation. Das Haus und sein Garten, welcher den Gästen während der Sommermonate als Hauptaufenthaltsort dient, werden gleichermassen in die gestalterischen Überlegungen einbezogen. Durch die Einfügung eines neuen Fensters gelingt es, den bisher nur frontal auf den See ausgerichteten Wohnraum im Bereich der Küche gegen den seitlich angelagerten Aussenraum zu öffnen. Zwischen Küche und Feuerstelle im Garten entstehen neue Sichtbezüge und Kommunikationsmöglichkeiten. Durch den wunderbaren Blick aus der Raumtiefe in die üppige Uferbepflanzung werden Innenraum und Umgebung zusätzlich miteinander verzahnt.
Erweiterung Schulhaus & Kindergarten Schulanlage Platten, Gachnang 2004
Bauherrschaft: Primarschulgemeinde Gachnang
Bauleitung: Roland Grandits Dipl. Architekt HTL, Frauenfeld
Mitarbeit: Andrea Waeger, Miriam Abadir, Stefan Kormann
Eastmeetswest Die im Wettbewerbskennwort angedeutete zweiseitige Erweiterung des bestehenden Schulgebäudes antwortet subtil auf die spezifischen Bedingungen des Raumprogrammes und der vorhandenen Bebauung. Durch die Verlängerung des gestaffelten Bauvolumens werden die Gebäudeproportionen optimiert. Dorfseitig macht die neue Hauptfassade das Schulhaus als solches erkennbar. Innenräumlich führt das Verdichtungskonzept zu einer klaren Gliederung der verschiedenen Nutzungen und zu einer selbstverständlichen Verschmelzung von neuen Unterrichtsräumen und bestehendem Schulhaus. Der neue dreigeschossige Lichthof flutet die Eingangshallen mit Tageslicht. Mit seinen umlaufenden Erschliessungsgalerien wird der elf Meter hohe Luftraum gleichsam zum kommunikativen Zentrum der umgebauten Anlage und verleiht dieser eine neue, unverwechselbare Identität.
Neubau Betriebswerkstatt Massnahmezentrum Kalchrain 2003
Bauherrschaft: Hochbauamt des Kantons Thurgau
Bauleitung: Roland Grandits Dipl. Architekt HTL, Frauenfeld
Mitarbeit: Marc Diener, Roland Schiegg
Fotos: Jürg Zimmermann, Zürich
Publikationen: Bauen im Thurgau, Architekturlandschaft im 20. Jahrhundert (M. Friedli, HBA Thurgau 2003)
Mechaniker Als primäres Ziel für die Neugestaltung der bestehenden Betriebswerkstatt wurde seitens der Nutzerschaft eine moderne Infrastruktur für eine zeitgemässe Ausbildung der Mechanikerlehrlinge vorgegeben. Erwartet wurden Vorschläge, wie das erforderliche Volumen für vier Werkstatteinheiten von 5x12m Grundfläche und 6m Höhe mit dazugehöriger Infrastrukturnutzung in der anspruchsvollen Umgebung der historischen Klosteranlage gesetzt werden konnte, ohne damit das landschaftliche und architektonische Gleichgewicht zu stören.
Sanierung und Umbau Wohnhaus Kreuzlingen 2002
Bauherrschaft: Erbengemeinschaft Dr. A. & J. Baer, Kreuzlingen
Mitarbeit: Bruno Lampe
Raum Ausgangspunkt für die umfassende Sanierung des Hauses aus den sechziger Jahren ist der Wunsch der Bauherrschaft, die teilweise engen Raumverhältnisse aufzubrechen, welche den grosszügigen Flächenverhältnissen des Gebäudes widersprechen. Dieser Ansatz erlaubt eine gesamtheitliche Neuinterpretation des räumlichen Gefüges und dessen Anpassung an veränderte Lebensformen. Während aussen nur die neu gestrichenen Oberflächen und die drei Dachoblichter auf die Renovation verweisen, erfolgen im Inneren zwei Haupteingriffe.
Neubau SBB Stationspavillon Mammern 1995
Studienauftrag nach Einladung
Bauherrschaft: Politische Gemeinde Mammern
Verfasser: Donatus Lauener
Alt Neu Der Stationspavillon ersetzt das ehemalige Aufnahmegebäude, welches heute im Privatbesitz einer Steinbildhauerin als Atelier- und Wohnhaus genutzt wird. Der neue Unterstand bildet in seiner architektonischen Ausformulierung einen deutlichen Kontrast zum Altbau, ordnet sich diesem gleichzeitig unter. Die horizontale Dachkante nimmt die Höhe der alten, weit auskragenden Perronüberdachung auf. Die Neuinterpretation des bestehenden Bretterschirms führt zu einer äusseren Fassadenstruktur, welche die Horizontalität des Gebäudes betont und die verschiedenen Nutzungsbereiche zusammenbindet. Die semitransparente Holzlamellenverkleidung verhilft der öffentlichen Bedürfnisanlage zu einer angemessenen Diskretion. Gleichzeitig bleibt die für die öffentliche Selbstkontrolle der nicht überwachten Haltestelle unabdingbare Offenheit und "Durchsichtigkeit" gewährleistet.